Franz Liszt Akademie Raiding

Symposion „Mechanische Klaviere – die Phonola“


Die Franz Liszt Akademie Raiding ist eine Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des Liszt-Vereins Raiding, die in Zusammenarbeit mit führenden Institutionen, Wissenschaftlern und Künstlern Beiträge zur künstlerischen, kulturvermittelnden und wissenschaftlichen Nutzung des Schaffens Franz Liszts liefern möchte. Mit einem jährlichen Symposium, mit Präsentationen, Seminaren und Publikationen sollen bisher wenig bekannte Facetten des Schaffens Liszts vorgestellt werden. Die Liszt Akademie wird von Univ. Prof. Dr. h.c. Martin Haselböck, der sich seit Jahrzehnten als Interpret, Wissenschaftler, Herausgeber und Lehrer um das Oeuvre Liszts verdient gemacht hat, gemeinsam mit den Universitätsprofessoren Klaus Aringer und Hermann Ebner geleitet und von einem wissenschaftlichen Beirat unterstützt.

 

Das erste Symposion der Liszt Akademie beschäftigt sich mit der faszinierenden Welt der Musikautomaten.

Die Phonola war ein von Ludwig Hupfeld ab 1902 in Leipzig entwickeltes „Klavierspielinstrument“. Mittels perforierter Papierrollen wurden die Interpretationen namhafter Pianisten, die diese auf einem speziellen Konzertflügel eingespielt hatten, mit einem technisch höchst komplexen Gerät wiedergegeben. In den nächsten 20 Jahren war die Phonola das erfolgreichste mechanische Musikinstrument mit einer unglaublichen Verbreitung und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Bis in die späten 1920er Jahre wurden Tausende von Notenrollen für Phonola produziert; – diese „Klangdokumente der Zeit“ sind heute von großem musikhistorischem Interesse. Dem Liszt-Verein wurde ein von Wolfgang Karner restauriertes Instrument, ein sogenannter Vorsetzer, als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Er erklingt heute erstmals in der Öffentlichkeit und ist ein Anlaß für dieses Symposion.

 

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